Anforderungen an diese Hecken

Mindestens 5-reihige, möglichst ca. 10-reihige Pflanzung in der Windrichtung hinter Feldwegen und Landstraßen anzulegen, also im Lee, um Gefährdungen beim Straßenverkehr durch abbrechende Äste u. ä sowie Schneewehen zu vermeiden und gleichzeitig die Entwicklung eines Biotopverbunds ermöglichen.

Um schnell eine Wirkung zu erreichen und ökonomischen Anforderungen zu genügen, ist es sinnvoll, ökologische Grundsätze einzuhalten. Durch jetzt noch oft zu beobachtende unsinnige und naturfeindliche Sauberkeit bei der Landschaftspflege werden diese Bemühungen hintertrieben.

Wie auf der Pflanz-Skizze dargestellt, ist ein Minimum an Gehölzen für das Grundgerüst der Hecke erforderlich, bei ca. 10-reihiger Anlage sind natürlich die Groß-Sträucher und -Bäume dominierender. Dann wird das bei Gehölzpflegemaßnahmen außerhalb anfallende Holz und Geäst ohne weiteren Energieeinsatz (wie beim Häckseln) zwischen den Großgehölzen und den Sträuchern ca. 2 m hoch eingelagert.

Somit wird von der Pflanzung an beginnend ein Windschutz allmählich erreicht und die Pflanzumgebung gegen Austrocknung geschützt.

Wenn dabei um die Gehölze mindest ca. 0,5 m freigelassen werden, besonders bei jungen Gehölzen, werden Mäusefraß u. Behinderung beim Anwachsen dieser vermieden!

Das Aufstellen von Ansitzwarten für Greifvögel ist erfahrungsgemäß notwendig.

Ein Vollflächen- (Wind-) Schutz dürfte bei dieser Art der Anlage in 10 Jahren auf der Höhe von ca. 5 m liegen, so dass in ca. 25 Jahren ein Vollflächenschutz von 10 m zu erwarten ist, wenn auch einige Großgehölze diese Höhe übersteigen werden.

Gehen wir von der Annahme aus, das eine Schutzwirkung im Luv von 5 H und im Lee von 25 H erreicht wird, ist das schon in der relativ kurzen Zeit von 10 Jahren ein entscheidender Windschutz von ca. 150 m, in 25 Jahren von ca. 300 m für die Felder und deren Kulturen (s. auch „Landschaftsarchitektur“ Nr. 4 / 1984, S. 122 ff).

Sicher müssen die projektierenden Landschaftsarchitekten die Gehölzauswahl mehr den stärkeren kontinentalen Klimabedingungen anpassen, d. h. mehr hitze- u. trockenresistente Arten einsetzen.