Ich war mal ein prachtvoller, vitaler Kirschbaum


und könnte noch viiele Jahre zum Nutzen der Insekten,
der Vögel und der Menschen leben, aber die Gemeindevertreter, insbesondere der Bürgermeister sind da anderer Ansicht.
Letzterer meint, ich wäre alt und morsch und hätte mit meinen reichlich 50 Jahren kein Lebensrecht mehr – also Gemeindearbeiter:

Säge marsch!

 

Die Äste zum „Hexenbrennen“ !
Den Stamm zum Drechseln oder für exquisite Tischlerarbeiten?
Oder Feuerholz – aber für wen?

So wie in den letzten Jahren auch eine 50-jährige vitale Eiche – in bestem Wachstum an der Obstallee Richtung Wilhelminental,
der 25-jährige Lederhülsenbaum in Jänkendorf,
die 25-jährigen Zierobstgehölze im Park……
- damals ehrenamtlich in der Freizeit gepflanzt -

Weltweit wird gegen derartige Vernichtung sowie der Erhaltung der Artenvielfalt gerungen – ebenfalls mit Steuermitteln.

2010 – das Jahr der Biodiversität – weltweit
s. www.biodiversität2010.ch bzw. www.bmu.de

oder Aufruf zum GEO-Tag der Artenvielfalt 2010 am 12.Juni 2010
www.geo.de/GEO/natur/oekologie/tag_der_artenvielfalt/57982.html

Hier lebten vor über 30 Jahren u. a. noch der Steinkauz, ein Vogel, der in alte Obstbäume seine Bruthöhle baute – heute existiert keiner mehr, da der Lebensraum weggesägt wurde. s. auch SZ v. 13.2.10, S. 22

Mit der restlosen Beseitigung von uns wird es hier auch bald keine Höhlenbrüter wie den Star und die Meisen geben!

Da helfen kaum Neupflanzungen, denn die Bäume müssen auch erst mindestens 50 bis 60 Jahre wachsen, um den Insekten, Fledermäusen und Vögeln genügend Lebensraum zu erhalten.

Mit Steuermitteln – zersägte und verbrannte Artenarmut !


Von der geistigen Armut der Kinder ganz zu schweigen, denn sie lernen ja dann natürliche Vielfalt nicht mehr kennen, und was sie nicht kennen, werden sie auch nicht schützen und erhalten.

Diese Gedanken macht sich der nun verstümmelte Kirschbaum in Waldhufen am 13.Februar 2010